Ein Leistungslimit für den Folgetag, in Echtzeit durchgesetzt
Im Pilotprojekt Flex2gether gab der Netzbetreiber ewz für einen Standort am Vortag ein Leistungslimit vor. kuafu hielt das Laden der Elektroautos fast immer darunter.
Die Herausforderung
Netzbetreiber wollen, dass flexible Lasten ihre Grenzen einhalten, wenn das Netz stark belastet ist. Vor diesem Pilotprojekt war keine Schnittstelle dieser Art zwischen einem Netzbetreiber und einer Orchestrierungsplattform erprobt.
So funktionierte es
Am Vortag sendete ewz das Limit über ein Funktionsprofil von SmartGridready. kuafu plante das Laden für dieses Limit, ohne den Ladebedarf der Nutzenden einzuschränken, und setzte sie in Echtzeit durch. Sobald wieder Kapazität frei war, gab kuafu das verschobene Laden frei.
Ergebnisse
kuafu verglich die Messwerte mit einem rekonstruierten Lastprofil ohne Steuerung. Trotz der Steuerung erhielten alle Nutzenden die benötigte Energie: 2,04 MWh in 112 Ladevorgängen.
Was es zeigt
Über eine Standardschnittstelle kann Flexibilität in Gebäuden das Netz entlasten, wenn der Netzbetreiber es verlangt. So sieht die Regel der Netzplanung in der Praxis aus: zuerst optimieren, dann verstärken. Die nächsten Schritte sind mehr Standorte und mehr Netzbetreiber.
Quelle
F. Bellizio, H. Cai, M. Brandes (kuafu AG), «Gebäude als Netzdienstleister: Erkenntnisse aus zwei Schweizer Pilotprojekten», VSE PerspectivE, 6. Oktober 2026 (auch auf Englisch).
Weiteres Referenzprojekt: Batteriespeicher, Solaranlage und Ladestationen
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