Förderung & Programme

Die Gründer von kuafu jagen der Sonne hinterher

Die Mitgründer von kuafu, Federica Bellizio und Hanmin Cai

Das Gründungsteam von kuafu, Federica Bellizio und Hanmin Cai, bereitete sich am Workshop Bench2Biz auf die Geschäftswelt vor. Der diesjährige Unternehmerworkshop Bench2Biz ist nur einer der Kanäle, die ihr vielversprechendes Projekt für Energiemanagement unterstützen. Die Gründer sind entschlossen, gut vorbereitet in die Geschäftswelt zu gehen.

kuafu (benannt nach einem mythischen Riesen, der die Sonne verfolgte) ist eines von vielen Projekten, die Probleme der Energiewende lösen wollen. Erneuerbare Energien hängen von Faktoren ab, die niemand steuern kann, zum Beispiel vom Wetter. Darum sind sie viel weniger vorhersehbar als die konventionelle Stromerzeugung. Gleichzeitig steigt die Nachfrage, weil es immer mehr Elektroautos, Wärmepumpen und Ähnliches gibt. Zusammen stellt das die Netzbetreiber vor grosse Herausforderungen.

kuafu bringt die beiden Seiten mit einer automatisierten Plattform für das Flexibilitätsmanagement zusammen. Die Plattform verbindet Netzbetreiber und Anbieter von Energiemanagementsystemen (EMS).

Die Vorteile sind vielfältig. Eine bessere Verbindung auf dieser Ebene ermöglicht es den Netzbetreibern, ihre Versorgung effizienter zu gestalten, statt zusätzliche Stromleitungen zu bauen. Sie trägt zu einem widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Energiesystem bei. Und für die Endverbraucher kann sich die Optimierung ihres Verbrauchs und ihrer Erzeugung (mit Solaranlagen) sogar finanziell lohnen.

Start-up-Coaching

Die Schweiz hat ein reiches Start-up-Ökosystem mit vielen Organisationen, die neuen Unternehmen auf die Beine helfen. Federica und Hanmin haben am Accelerator-Programm von Bluelion teilgenommen und das Coaching von Innosuisse genutzt. Ausserdem haben sie am Programm Bench2Biz des NCCR teilgenommen. Es hilft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gezielt beim Übergang ins Unternehmertum.

Der interessanteste Teil von Bench2Biz ist laut Federica die Arbeit mit MBA-Studierenden am Geschäftsmodell. Dazu gehören die Marktanalyse, die Identifikation von Wettbewerbern, die Suche nach Kunden, die Preisgestaltung und die Markenbildung.

«Es gibt keinen Dozenten, der unterrichtet. Wir arbeiten mit diesen Studierenden in einem gemeinsamen Gestaltungsprozess. Man gibt anderen die Möglichkeit, einem beim Verbessern zu helfen – das ist einzigartig. Und das passt besser zu Start-ups in der Frühphase; man gestaltet das Projekt wirklich gemeinsam.» – Hanmin Cai

Gekürzt und übersetzt aus einem Artikel von NCCR Automation.

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